„Ich will auch“

       ... beim Familiengottesdienst am 24. November

Flyer ich will auch Am 24. November war wieder einmal Familiengottesdienst in der Fuggerstraße 45.
Dass die Kinder unter 14 Jahren, die hereinspaziert kommen, sich direkt ein kleines Päckchen von einer Wäscheleine aussuchen dürfen, ist natürlich eine nette Geste. Aber warum findet das eine Kind nur ein Gummibärentütle darin, das andere aber zwei oder sogar drei?

Ganz schön ungerecht, oder? Da kann man schon verstehen, wenn gelegentlich der Satz „Ich will aber auch …“ zu hören ist. Und schon ist man beim Thema des Gottesdienstes angekommen: Neid.

„Mit dem Neid ist es so eine Sache“, meint Kinder- und Jugendreferentin Mandy Mitschke, „wenn man so darüber nachdenkt, ob man selbst neidisch ist, kommt man meist zu dem Schluss, dass man es eher nicht ist.“19 11 24 7698

Aber der Neid schleicht sich oft ganz unbemerkt ein und verdirbt einem im wahrsten Sinne des Wortes den Spaß, wie auch die Anspiele zeigen:

Hat man sich gerade noch darüber gefreut, dass man endlich mal eine Zwei in einer Mathearbeit geschrieben hat, ist die Freude wie weggeblasen, sobald man hört, dass die Klassenkameradin mal wieder eine Eins zurückbekommen hat und dafür noch dazu kaum lernen musste.

Oder der schönste Urlaub, den man gerade noch in vollen Zügen genossen hat, ist verdorben, nur weil man erfährt, dass andere ihn zu einem Schnäppchenpreis buchen konnten und man selbst nicht.

Ein zweites Spiel liefert weitere Gründe für Neid und Ärger: Ist es für die Mitspieler (über 14 Jahren), die zwei volle Wasserflaschen 30 Mal vor- und zurückstemmen sollen, nicht auch ärgerlich, wenn diejenigen, die dies weniger oft tun müssen, die gleiche Anzahl an Schokotalern als Belohnung erhalten wie sie selbst?

19 11 24 7725Mandy Mitschke erzählt das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg: Alle Tagelöhner bekommen am Ende des Tages den gleichen Lohn vom Weinbergbesitzer ausgezahlt, obwohl einige schon früh morgens im Weinberg gearbeitet haben und andere erst später dazugekommen sind.

„Der Weinbergbesitzer steht in dem Gleichnis für Gott. Seine Maßstäbe sind andere, er ist gütig“, erklärt Mitschke. „Auch wenn der Weinbergbesitzer einige Tagelöhner erst spät vom Marktplatz, wo sie auf Arbeit warten, abholt,“ fährt sie fort, „benötigen diese doch denselben Geldbetrag, um ihre Familien ernähren zu können, wie die anderen Tagelöhner. Gott schaut also auf das, was wir brauchen, und nicht 19 11 24 7729auf das, was wir leisten. Das ist unser Weg aus der Neidspirale: Wir sind Gottes geliebte Kinder und brauchen uns nicht mit anderen zu vergleichen, sondern können darauf vertrauen, dass Gott uns mit allem versorgt, was wir benötigen.“

Nach dem Gottesdienst gibt es passend zum Thema Wettkampfspiele, bei denen am Ende allen Teilnehmern der gleiche Preis winkt, egal ob man den ersten, zweiten oder letzten Platz belegt. Und wem nach Wettkampf nicht zumute ist, kann sich auch einfach so einen Schokotaler (oder eine Mandarine) vom Büffet holen.

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